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Geschichte der Bitterfelder Feuerwehrgerätefabrik Bräunert von 1820 - 1899



1820 Entstehung der Bitterfelder Spritzenfabrik von H. Bräunert: durch Niederlassung des Gürtlermeisters Christian Gottlob Bräunert (gest. 01.10.1881) aus Düben in der Burgstr. 22 in Bitterfeld

1855 Bekanntmachung: Der Gürtler Herr Bräunert in Bitterfeld hat im Laufe des vergangenen Sommers für die Gemeinde Zscherndorf eine neue Feuerspritze gefertigt, welcher bei der Übergabe und Probe am 7. Novbr. D. J. Seitens des Herrn Geheimen Regierungs- und Landraths v. Leipziger, des Herrn Bau-Inspektors Gericke in Delitzsch, sowie der Gemeinde, nach Verhältnis der kosten derselben die größte Zufriedenheit in jeder Beziehung, sowohl in praktischer Construction und Bauart als tüchtiger Dienstleistung, zu Theil wurde, und können wir nicht umhin, die hierbei an den Tag gelegte Reelität des Herrn A. Bräunert hervorzuheben, sowie anderen Gemeinden, welche gleiche Bedürftnisse haben, angelegentlich zu empfehlen, die Fertigung der größten Werke dieser Art dem Herrn A. Bräunert anheimzugeben.

1868 Lieferung der Spritze Nr. 15 an die Deutsche Grube, Bitterfeld

1869 übernimmt Sohn Albert Hermann Bräunert (1838 - 1918) das Geschäft und spezialisiert sich auf den Bau von Handdruckspritzen.

1870 Lieferung einer großen Abprotzspritze an die Freiwillige Feuerwehr zu Bitterfeld, 1. Abprotzspritze der Fa. Bräunert; Spritze Nr. 18 ging an die Gemeinde Rödgen. Spritze Nr.30 nach Schlesien.

1873 Verlegung der Produktion auf das neue Grundstück in der Bismarckstraße.

1878 1. Brandenburgischer Feuerwehrtag in Eberswalde, Ehrenpreis (1. Preis silberne Medaille) für Feuerlöschgeräte, Medaille für verdienstvolle Leistungen in Delitzsch 1878.

1879 Auf der Internationalen Ausstellung von Feuerlöschgeräten in Leobschütz wird der Fa. Bräunert die goldene Medaille für außergewöhnliche Leistungen in Feuerlöschgeräten verliehen. Verleihung des 1. Preises für gewerbliche Verdienste in Wittenberg 1879

1880 Aussteller auf dem XI. Deutschen Feuerwehrtag vom 17. - 19 Juli 1880 in Dresden

Patent auf die Ventilanordnung der Bräunertschen Handdruckspritzen

1881 Silberne Staatsmedaille für gewerbliche Leistungen

Gewerbe und Industrieausstellung in Halle a.S. 1881, Ausstellungsgebiet Königreich und Provinz Sachsen, Anhalt und Thüringen

1882 Errichtung eines Dampfkessels nach System Field in den Werkstätten der Fabrik

1886 Vergrößerung der Werkstätten, Erhöhung des des Daches

1888 Errichtung eines Schornsteines auf dem neuen Fabrik-Gelände

Teilnehmer an der Ausstellung von Feuerlösch- und Rettungsgeräthen am XIII. Deutschen Feuewehrtage zu Hannover vom 28. bis einschließlich 31. Juli 1888. Ausgestellt werden 1 vierrädrige Spritze, 1 Abprotzspritze, 1 Kübelspritze

1893 Auf der Ausstellung des Deutschen Feuerwehrtages in München stellt Bräunert den Universal-Feuerlöschwagen System Bräunert-Krameyer vor.

1894 ist Werkmeister August Bräunert als Schiedsgerichts-Beisitzer für die Invaliditäts- und Altersversicherung des Kreises Bitterfeld genannt.

1895 tritt Sohn Hermann Hilmar Bräunert (1870 - 1948) als Geschäftsführer ein. Außer Handdruckspritzen wurden auch weitere Feuerwehrgeräte hergestellt und die vollständige Ausrüstung von Feuerwehren übernommen. Es wurden größere Geräte für großstädtische Feuerwehren gebaut und Lieferungen für das Ausland übernommen, insbesondere nach Balkanstaaten und Palästina.

1896 neuer Katalog der Firma Bräunert



1898 stellt Bräunert auf dem 15. Deutschen Feuerwehrtag in Charlottenburg vom 9.-12.7.1898 aus. Dabei nimmt die Spritze Nr. 750 an der Spritzenprüfung teil.